Interview Theresa Ehsani

Möchtest du dein Business auf die nächste Stufe heben? Dann solltest du dich unbedingt mit dem Thema "Personenmarke" auseinandersetzen. 

Denn der Aufbau deiner eigenen Personenmarke hilft dir dabei, deine Botschaften, Ideen, Gedanken und Visionen zu teilen. Damit hast du als Selbstständiger die Chance, dich selbst zu verwirklichen und in deinem Bereich eine Bekanntheit zu erlangen.

Was eine Personenmarke genau ist und wie du vorgehen solltest, um deine eigene Marke zu entwickeln, verrät dir heute Theresa Ehsani – bei mir auf dem Blog zum Interview.

Interview_Theresa Ehsani_Jana Diebold

Bei mir im Interview: Theresa Ehsani – Wirtschaftspsychologin, Markenstrategin und Systemischer Coach

Liebe Theresa, du bist Wirtschaftspsychologin, Markenstrategin und Systemischer Coach und hilfst Selbstständigen dabei, ihre einzigartige Marke zu entwickeln. Was ist das denn eigentlich genau, eine Marke?

Meine Lieblingsdefinition einer Marke ist folgende:

Eine Marke ist das, was die anderen über dich und dein Business denken, wenn du nicht im Raum bist.

Anhand dieser Beschreibung lässt sich bereits erahnen, dass dahinter weitaus mehr steckt als das Logo, die gewählten Branding Farben oder der Markenname an sich.

Also ist eine Marke ähnlich wie ein Ruf. Trotzdem gibt es Unterschiede. Kannst du uns sagen, was einen Ruf und eine Marke unterscheidet und wie Selbstständige denn gezielt eine eigene Marke für das eigene Business entwickeln können?

Eine Marke ist mehr als ein Ruf. Denk zum Beispiel an Nike und an Chanel! Würde ich dich jetzt bitten, diese beiden Marken zu beschreiben, wüsstest du nicht nur, welche Produkte sie anbieten, sondern du wüsstest auch, wofür sie stehen.

Du könntest auch ihre "Persönlichkeit", ihren "Stil" umschreiben, ihre Preiskategorie, die Menschen, die sie tragen, das Gefühl, das sie vermitteln.

Woher hast du all diese Info?

Genau, das haben diese beiden Marken durch gute Markenbildung und eine stringente Markenstrategie geschafft: Ihr Auftritt hat auf jeder Ebene dafür gesorgt, als Marke richtig wahrgenommen zu werden. Dass du sie genauso beschreiben würdest wie ich und jeder andere.

Das ist kein Zufall, das ist harte Arbeit und gezielt so anvisiert worden von Nike bzw. von Chanel.

Genau dabei unterstütze ich meine Kunden und biete auch sehr viel kostenloses Blogmaterial, Tutorials und Workshops dazu an. Es geht vor allem darum, folgende 3 Dinge glasklar herauszufinden und richtig zu kommunizieren:

  1. 1
    Das Markenfundament, wozu ich 7 Säulen zähle. Eine davon ist: Was macht dich einzigartig und hebt dich von der Masse ab?
  2. 2
    Deine Markenmessage: Wofür willst du stehen, wofür nicht?
  3. 3
    Branding und Look & Feel: Wie wirst du über die 5 Sinnesebenen (visuell, Wording, ...) und auf nonverbaler Ebene unwiderstehlich für deine Wunschkunden?

Stimmt! Nike und Chanel sind große Unternehmen, die natürlich auch viel Budget zur Verfügung haben, um so eine starke Marke entstehen zu lassen. Wie fange ich denn als Selbstständiger am besten damit an, meine eigene persönliche Marke entstehen zu lassen – auch ohne solch ein Budget?

Sieh dir den aktuellen Markt der Onlineblase an: es gibt Tausende, die es versuchen, aber nur wenige schaffen es. Auch ohne großes Budget.

Ich habe beispielsweise im Jahr 2016 mit nur rund 10 Wochenstunden gestartet, im Ausland, mit Neugeborenem und einem Dreijährigen. Nach 2 Jahren hatte ich dann 20 Wochenstunden zur Verfügung. Trotzdem habe ich mir ein sehr erfolgreiches Business und Team aufgebaut. Mein "Trick" war kein Trick – ich hatte nur von Anfang an eine absolut klare, starke Markenstrategie, die mir sehr viel Arbeit abgenommen hat.

Wieso schaffen es die einen, die anderen aber nicht?

Meist, weil die Klarheit über die Dinge, die ich in der vorherigen Frage beantwortet hatte, fehlt.

Ich selbst habe 2016 gestartet, und gestalte seither den Markt nicht nur mit, sondern beobachte ihn natürlich auch.

Viele scheitern an einem der folgenden Fehler: sie wollen entweder schnell viele Kunden und viel Geld, und denken, die Markenarbeit überspringen zu können und starten direkt mit Facebook-Werbung oder mit einer Website.

Doch weißt du nicht, wofür du als Marke stehen willst – wie sollen es dann Fremde wissen?

Scheitern ist vorprogrammiert, und du gehst unter im Rauschen der Onlinewelt. Und eine Website ohne Strategie ist nur Dekoration.

Viele scheitern auch deshalb, weil sie denken, viele Kunden erreichen zu können, indem sie alles anbieten. Doch starke Marken polarisieren und stehen für eine Sache, in welcher sie die BESTEN sind.

Andere scheitern an ihrer eigenen Mittelmäßigkeit. Sie trauen sich nicht zu, zu den Besten zu gehören – obwohl sie das Potenzial in sich tragen.

Du fängst also am allerbesten damit an, frühestmöglich Klarheit über deine eigene Marke zu erhalten und eine glasklare Markenstrategie zu erarbeiten. Das kostet natürlich Zeit, Nerven und auch Geld. Doch nur einen Bruchteil im Vergleich dazu, was es dich kostet, darauf zu verzichten.

Sie trauen sich nicht, zu den Besten zu gehören” – da sprichst du etwas Elementares an! Ich kenne es auch von vielen meiner Kunden. Sie denken, sie müssten erst einen Doktortitel erwerben, um es zu rechtfertigen, anderen Menschen mit ihrem Wissen oder ihrem Produkt zu helfen. Also sie sind schüchtern und unterschätzen ihr Können. Kann einem denn die eigene Marke bei diesem Problem helfen und wenn ja, wie?

Ja, vor allem Frauen leiden sehr oft unter dem "Imposter Syndrom": sie zweifeln also an ihren eigenen Fähigkeiten.

Gerade, wenn es darum geht, dafür auch noch Geld verlangen zu wollen. Da kreuzen sich zwei "heikle Pfade": einerseits für etwas Experte zu sein, und andererseits auch noch Geld dafür zu verlangen.

Sehr viele Glaubenssätze dazu, die vor allem in der Kindheit und durch die Gesellschaft in unsere Gehirne eingepflanzt wurden, werden gerade im Zuge der Selbstständigkeit dabei getriggert.

Markenentwicklung ist auch Persönlichkeitsentwickelung, da der Aspekt "Personal Branding", also du als Person als Bestandteil deiner Marke, essentiell ist.

Steht deine starke Marke also, so bist auch du als Unternehmerin gestärkt.

Ich würde sehr gerne ein Vorher-Nachher-Bild meiner Kundinnen machen – es ist eine unglaubliche Transformation, die vonstatten geht. Nicht nur im Äußeren, wenn es um den Businessauftritt, die Sichtbarkeit und den Erfolg geht, sondern auch im Inneren, wenn es darum geht, auf das eigene Business stolz zu sein, darüber gerne zu sprechen, es auf das Podest zu stellen, das ihm gerecht wird.

Logischerweise hat das einen direkten Effekt auf den Erfolg bei Preisnennung, Verkauf usw. – einfach wunderbar!

Und daher bin ich riesiger Fan davon, die eigene STARKE MARKE als besten "Partner in Crime" im eigenen Business zur Seite zu haben. Das ist einfach unbezahlbar auf vielerlei Ebenen.

Wie beschreibst du denn deine eigene Marke?

Ich beschreibe meine eigene Marke so:

Als Markenpassionista liebe ich es, aus guten Angeboten richtig starke Marken zu machen. Denn starke Marken sind unwiderstehlich anziehend, stechen aus der Masse hervor und ermöglichen Erfolg mit Leichtigkeit. Entsprechend meinem Claim “Sei eine Stimme, kein Echo” sorgen starke Marken dafür, für die richtigen Menschen sichtbar zu werden. Denn deine Kunden haben das recht, von dir zu erfahren.

Nun, da immer mehr Selbstständige ihr Business online bewerben: Gibt es denn einen Unterschied zwischen Online- und Offline-Personal-Branding?

Die Rahmenbedingungen sind anders. Online erreichst du zeitgleich tausende oder Millionen von Menschen, während du in deinem Home-Office sitzt – offline wäre das unmöglich. Eine starke Marke zu haben, ist also wirklich essentiell für erfolgreiches Online-Marketing.

(Lese hier mehr darüber, wie du deine Personenmarke mit Content-Marketing aufbauen kannst.)

Und nun noch eine abschließende Frage: Kannst du unseren Lesern noch 3 Starter-Tipps geben, für das Kreieren ihrer eigenen Marke?

Ja, gerne! 

  1. 1
    Starte damit, dir klar zu werden, was dein Angebot einzigartig macht. Was ist neu daran, anders oder besser?
  2. 2
    Website oder Logo ohne Strategie dahinter ist reine Dekoration! Und damit überlässt du es dem Zufall, von wem du wie wahrgenommen wirst. Folgst du aber deiner Markenstrategie, so steuerst du, was über dich und dein Angebot gedacht wird.
  3. 3
    Verzichte nicht länger auf den Alleskönner „Starke Marke“, wenn du dich nach Erfolg mit Leichtigkeit sehnst. Denn nichts sonst erspart dir soviel Zeit, Geld und Nerven.

Und abschließend noch ein Hinweis: wenn du tiefer in das Thema einsteigen willst, starte gerne mit meiner freien Masterclass “5 Steps zur starken Marke”!

Vielen Dank liebe Theresa für das spannende und hilfreiche Interview!

Fazit

Also, ich fasse das Interview mit Theresa und ihre wertvollen Worte nochmal für dich zusammen: 

Ich hoffe, du konntest erkennen, dass eine Personenmarke zu sein, vor allem bedeutet, von anderen als solche wahrgenommen zu werden. Eine Marke ist die Summe aller Erfahrungen, die bei anderen hervorgerufen wird.

Um deine eigene Personenmarke aufzubauen, musst du konsequent handeln und konsequent deine Werte- und Wissensbotschaften verbreiten.

Beim Aufbau einer Personenmarke geht es sowohl um die Vermarktung äußerlicher Faktoren (die virtuelle Darstellung und Kommunikation), als auch um psychologische Fragen. Denn beim Markenaufbau spielt immer auch das Innerste der Person eine Rolle. Deine Gefühle, dein Charakter. 

Deshalb brauchst du als Voraussetzung für eine starke Personenmarke nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch gute Kenntnisse über dich selbst als Persönlichkeit, über deine Erwartungen, Stärken und deine Schwächen.

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