Schreibtipps_Jana Diebold

So textest du wie ein Profi – 10 Schreibtipps für Website, Blog & Newsletter

Erfolgreiche Texte sind inspirierend, emotional und amüsant. Sind wir mal ehrlich: die besten Texte sind die, die uns einfach berühren. Doch wie schaffst du es, dich als Nicht-Texter von der Masse abzuheben und berührende Texte zu schreiben? Wie übermittelst du Emotionen und kommunizierst trotzdem professionell? Hier kommen 10 Schreibtipps für deinen Weg zum Profi-Texter!

1. Entsorge deine Bücher über das Schreiben

Ich habe einen Abschluss in Germanistik.

In meinem Studium habe ich viel über Texte gelernt.

Doch als ich mit dem Texten begann, wurde mir klar, dass mir mein Studium da nicht weiterhilft.

Im Gegenteil, ich habe gemerkt, dass ich das Gelernte am besten schnell wieder vergessen muss!

Denn komplizierte Texte mit verschachtelten Sätzen und Unmengen an Fremdwörtern gehören nicht in einen berührenden Text. Um deinen Leser wirklich zu erreichen, müssen deine Texte vor allem eines sein: einfach zu lesen.

2. Bleibe immer höflich

Manche Menschen sind leider der Meinung, kontroverse oder unverschämte Texte würden größere Erfolge erzielen.

Aber da irren sie sich gewaltig.

Denn die Wahrheit ist: gemeine/kontroverse/beleidigende Inhalte sind nicht angesagt. Niemals.

Überlege immer, bevor du etwas schreibst. Wenn dein Text für jemanden beleidigend sein könnte, dann schreibe ihn um.

Damit will ich nicht sagen, dass du keine eigene Meinung haben solltest. Sondern, dass du deine Meinung immer höflich denen gegenüber ausdrücken solltest, die anders über die Sache denken.

3. Bleibe natürlich

Die schlimmsten Texte sind die, die zu angestrengt klingen.

Wenn du dich zu sehr von deiner persönlichen Art und deinen eigenen Vorstellungen entfernst, wirst du deine Leser damit abschrecken.

Deine Familie, deine Freunde, deine Kollegen und deine Leser lieben dich, weil sie dich für witzig, aufrecht, verrückt oder besonders halten. Weil sie dich einfach so mögen, wie du bist.

Versuche nicht, in deinen Texten ein Image zu vermitteln, das nicht deins ist. Bleibe du selbst!

4. Verwende Metaphern und Vergleiche

Unterhaltsame Texte setzen Metaphern und Vergleiche an unerwarteten Stellen ein.

Sage Dinge anders, um aufzufallen! Verlasse dich beim Schreiben nicht auf herkömmliche Redewendungen. Suche nach ungewöhnlichen, überzeugenden Beispielen. Sei kreativ!

5. Schreibe wie du sprichst

Wenn du mal wieder beim Friseur bist – wie unterhältst du dich dann mit ihm?

Du kennst ihn vielleicht schon seit ein paar Jahren und fragst ihn deswegen, wie es seinen Kindern geht oder wie sein Sommerurlaub war, stimmt's?

Du erzählst ihm vielleicht, dass du gerade auf dem Bauernmarkt um die Ecke frische Erdbeeren gekauft hast oder dass du später noch ins Kino gehst.

Mit Menschen zu sprechen, als wären sie dein Friseur – das ist die goldene Regel für berührende Texte :-)

Es geht darum, deinen natürlichen Charakter in deinen Texten zu zeigen. Und das schaffst du, indem du genau so schreibst, wie du sprichst.

6. Vermeide Wischiwaschi-Wörter

Ich nenne sie mal "Wischiwaschi-Wörter". Sprachwissenschaftlich korrekt werden sie als "Modalverben" bezeichnet:

  • dürfen
  • können
  • mögen
  • sollen
  • wollen

Modalverben sind Gift für gute Texte. Denn sie verwässern deine Aussage.

Schau dir diese Beispiele an:

1. Beispiel

Wischiwaschi:

"Ich würde mich freuen, wenn Sie unseren Produktkatalog bestellen würden."

Klipp und klar:

"Ich freue mich, wenn Sie unseren Produktkatalog bestellen."

2. Beispiel

Wischiwaschi:

"Unser Coaching kann Ihnen dabei helfen, die Balance in Ihrem Arbeitsalltag wieder zu finden."

Klipp und klar:

"Unser Coaching hilft Ihnen, die Balance in Ihrem Arbeitsalltag wieder zu finden."

Auch Füllwörter sind unangenehm für einen unterhaltsamen Text. Damit wirkt deine Sprache aufgesetzt und konstruiert.

Einige Beispiele für Füllwörter sind:

  • quasi
  • anscheinend
  • vergleichsweise
  • wirklich
Vermeide Füllwörter und Modalverben und drücke dich in jedem Satz klipp und klar aus.

7. Übertreibe nicht

  • Bahnbrechend
  • revolutionär
  • branchenweit führend
  • innovativ

Liest du noch mit?

Manche Menschen benutzen langweilige Übertreibungen, wenn sie sich in ihrem Text ganz besonders ausdrücken möchten.

Aber die Wahrheit ist, dass gute Texte auf Übertreibungen verzichten. Gute Texte sind ganz leise. Gute Texte erreichen den Leser, weil sie sympathisch sind.

8. Spiel nicht den Schlaubär

Manchmal ist es in Ordnung, mit deinen Worten dick aufzutragen – abhängig von deiner Markenpersönlichkeit und der Art des Inhalts natürlich.

Aber du wirst mit deinem Text mehr Erfolg haben, wenn du dich klar und präzise ausdrückst.

Zu viele kluge Wortspiele und schlaue Ausdrücke lenken den Leser von der eigentlichen Botschaft ab. Sie richten die Aufmerksamkeit auf dich.

Und das ist genau das Gegenteil von dem, was ein guter Text erreichen will.

Ein professioneller Texter schreibt selbstlos und unsichtbar. Konzentriere dich immer auf Klarheit, nicht auf Klugheit.

9. Benutze Umgangssprache

Wer sagt, dass du in deinen Texten keine Umgangssprache verwenden darfst? 

Umgangssprache kann einen Text sehr unterhaltsam machen. Vorausgesetzt natürlich, du verwendest die richtige Umgangssprache für das richtige Publikum!

Doch wenn du die Umgangssprache deines Lesers nicht sprechen kannst, dann lass es lieber :-)

10. Verkaufe nicht, sondern verführe

Erfolgreiche Verkaufstexte verführen ihren Leser.

Ein verführender Text schmeichelt und zieht uns in den Bann.

Dagegen lässt plattes Verkaufen unsere Alarmglocken schrillen.

Du wirst deinen Leser auch vergraulen, wenn du nur von dir selbst sprichst. Um deinen Leser zu verführen, musst du über ihn sprechen.

3 Tipps für einen verführerischen Verkaufstext:

  1. 1
    Überzeuge deinen Leser davon, dir seine Aufmerksamkeit zu schenken und deinen Text zu lesen. Sprich in der Überschrift eine seiner treibenden Emotionen an: Wunsch, Frustration oder Angst. (Natürlich solltest du das nicht übertreiben)
  2. 2
    Überzeuge deinen Leser davon, dass der Preis deines Angebotes fair oder sogar ein Schnäppchen ist. Vermittle ihm dafür den Nutzen deines Angebotes. Welches seiner Probleme löst es?
  3. 3
    Sage deinem Leser am Ende des Textes, was er als nächstes tun soll. Und mache ihm diesen Schritt so einfach wie möglich.

Fazit

Sei authentisch, höflich und ehrlich, um deinen Leser mit deinen Texten zu berühren. Ja, ich weiß, das kann eine Herausforderung sein. Aber du weißt doch, Übung macht den Meister :-)

Und solange du eine gut gelaunte, lockere und aufrichtige Einstellung zu deinem Text hast und dir meine Schreibtipps zu Herzen nimmst, kann (fast) nichts mehr schiefgehen.

Was sind deine Tipps für erfolgreiche Texte? Schreibe mir einen Kommentar!

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