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Was ist ein Bullet Journal? Alles, was du über die Trendmethode wissen musst

Du fragst dich, was ein Bullet Journal ist? Die einfache Antwort: Unterm Strich ist ein Bullet Journal zu gleichen Teilen Tagesplaner, Tagebuch und schriftliche Meditation :-)

Genauer gesagt verwandelt Bullet Journaling das Chaos der Lebensplanung in ein optimiertes System, mit dem du produktiver arbeiten und deine privaten und beruflichen Ziele erreichen kannst.

Ich zeige dir heute alles, was du wissen musst, um mit deinem eigenen Bullet Journal zu starten.

Ryder Carroll – Erfinder der Bullet-Journal-Methode

Ein Bullet Journal ist Planer, Tagebuch oder wie auch immer du es nennen magst. Ryder Carroll, Erfinder der Bullet-Journal-Methode, sagt in seinem Buch "Die Bullet Journal Methode":

„Als ich jung war, wurde bei mir ADS diagnostiziert, und es standen nicht so viele Tools oder Ressourcen zur Verfügung, so dass ich meine eigenen entwickeln musste“.

„Anstatt wie andere Leute Notizen zu machen, habe ich herausgefunden, wie ich Informationen so organisieren und sortieren kann, wie mein Verstand funktioniert.“

Was ist ein Bullet Journal?

Bullet Journaling ist die Trendmethode, um zu planen, zu reflektieren und zu optimieren. Und während einige das Bullet Journal auf ein Tagebuch voller verwirrender Symbole und Abkürzungen reduzieren mögen, ist es tatsächlich eine Achtsamkeitspraxis, getarnt als Produktivitätssystem.

Mit Abschnitten zum Aufzeichnen deiner täglichen Aufgaben, deines Monatskalenders, deiner Notizen, deiner langfristigen Wünsche und mehr passt du dein Bullet Journal an dein Leben an.

Indem du es täglich aktualisierst, „lernst du, Dinge loszuwerden, die dich ablenken, und Dinge hinzuzufügen, die dich interessieren“, sagt Carroll.

Das einzige, was dein Bullet Journal sein muss, ist effektiv. Passe dein Bullet Journal an, indem du all deine Aufzeichnungen mit Symbolen organisierst und in Collections (Sammlungen) bündelst. 

Funktion vor Form

Es gibt Menschen, die ihr Bullet Journal mit wunderschönen Zeichnungen zu regelrechten Kunstwerken machen.

Ein Beispiel:

Aber keine Angst, wenn du künstlerisch nicht so begabt oder eher minimalistisch veranlagt bist, dann halte dich an Ryder Carrolls Tipp:

„Beim Bullet-Journalling geht es immer um die Funktion vor der Form. Und um ganz deutlich zu sein: Form kann schlampig oder schön sein. Es geht darum, wie du dich dabei fühlst und wie effektiv es ist, dich zu den Dingen zu bewegen, die dir wichtig sind.“

Was hat das Bullet Journal mit Achtsamkeit zu tun?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Organisatoren und Planern ermutigt die Bullet-Journal-Methode dich dazu, zu reflektieren.

Indem du immer wieder untersuchst, wie du dich durch deine Ziele, Aufgaben und Verantwortlichkeiten fühlst, reflektierst du die Aufgaben und Tätigkeiten deines Lebens immer wieder auf ihre Wichtigkeit hin.

Anstelle einer Standardcheckliste oder einer typischen langweiligen To-Do-Liste verwendest du im Bullet Journal tägliche, monatliche und jährliche Sammlungen von Aufgaben, Notizen und Ereignissen.

Wie starte ich ein Bullet Journal?

Am wichtigsten ist, dass du dich am Anfang nicht überforderst. 

„Der beste Weg, um anzufangen, ist herauszufinden, was deine Herausforderungen sind,“

rät Carroll.

Baue dir mit der Bullet-Journal-Methode ein System, das deinen Bedürfnissen und (künstlerischen) Anforderungen entspricht.

Die Schlüsselelemente eines Bullet Journals

Ein Notizbuch

Um dein eigenes Bullet Journal zu erstellen, brauchst du nur einen Stift und ein leeres Notizbuch.

Das Notizbuch kannst du dir ganz nach deinen Vorlieben aussuchen. Ich verwende am liebsten die Notizbücher von Leuchtturm oder Moleskine mit Punktraster.

Auch die Größe deines Notizbuches kannst du dir nach Belieben aussuchen. Ich benutze am liebsten die Formate DIN A5 (148 x 210 mm) oder DIN B5 (252 x 178 mm). Diese Größen passen gut in eine Handtasche  :-)

Wichtig ist, dass die Seiten deines Notizbuches entweder schon nummeriert sind, oder dass du sie selbst durchnummerierst. 

Rapid Logging

Im Bullet Journal verwendest du für all deine Aufzeichnungen Rapid Logging. Das ist die offizielle "Sprache" des Bullet Journallings. Sie dient dazu, Zeit zu sparen und die Übersicht zu bewahren.

Rapid Logging bedeutet:

  1. Reduziere deine Aufzeichnungen auf die wichtigsten Informationen, um Zeit und Platz zu sparen. 
  2. Kennzeichne deine Aufzeichnungen mit den typischen Symbolen – dem zweiten Bestandteil des Rapid Loggings. Die Symbole dienen dazu, den Überblick zu bewahren und dein Leben zu planen. Ich erkläre sie dir weiter unten im Beitrag.
Rapid Logging: SYMBOLE 

Die Symbole, die im Bullet Journal verwendet werden und mit denen du deine täglichen Aufzeichnungen organisierst, sind:

. Aufgabe (Punkt)
Erledigte Aufgabe (durchgestrichen)
< Aufgabe geplant (zurück in den Future Log)
> Aufgabe übertragen (in den Daily Log)
0 Ereignis
- Notiz
* Priorität

Collections

Collections – oder auf deutsch: Sammlungen – eignen sich hervorragend zum Organisieren von Listen, Projekten und aller Art von Aufzeichnungen.

Dein gesamtes Bullet Journal besteht aus verschiedenen Collections.

Es gibt vier Kern-Collections, die du immer verwendest. Und dazu gibt es unendliche Möglichkeiten eigener, individueller Collections. Sie orientieren sich an deinen langfristigen und kurzfristigen Zielen. Beispiele sind etwa ein Fitnessprotokoll, Tagebuch, Urlaubsplaner, Projektplaner, Finanzplaner usw.

Starte dein Bullet Journal mit den Kern-Collections

Wenn du mit deinem ersten Bullet Journal starten willst, dann baue den Inhalt zuerst mit den vier Kern-Collections auf. 

Die vier Kern-Collections des Bullet Journals – in folgender Reihenfolge zu verwenden – sind:

  1. 1
    Index
  2. 2
    Future Log
  3. 3
    Monthly Log
  4. 4
    Daily Log
Der Index

Der Index ist das Rückgrat deines Bullet Journals und funktioniert als Inhaltsverzeichnis. Das heißt, im Index organisierst du alles, was du deinem Bullet Journal hinzufügst (außer das Daily Log).

Er befindet sich auf der ersten Doppelseite deines Notizbuches. Gib der Doppelseite das Thema "Index". Sobald du nun eine neue Collection in deinem Bullet Journal beginnst oder abschließt, fügst du dem Index die Seitenzahl und das Thema deiner Collection hinzu.

Wenn du einen Urlaub planen möchtest, könnte eine Urlaubsplanungs-Collection in deinem Index zum Beispiel so aussehen:

Neuseeland-Reise: 5–10

Falls deine Neuseeland-Collection mehr Platz benötigen würde, als du zur Verfügung hättest, könntest du auf der nächsten freien Doppelseite deines Bullet Journals weitermachen. Das würdest du im Index dann so vermerken:

Neuseeland-Reise: 5–10, 24–30, 35, ...

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Beispiel: Index mit den beiden Kern-Collections Future Log und Monthly Log

Future Log

Das Future Log ist ein vierseitiger Kalender des aktuellen Jahres. Hier kannst du alle 12 Monate im Überblick sehen und wichtige Ereignisse, Termine, Notizen im Voraus notieren und planen.

Das Future Log befindet sich ganz vorne in deinem Bullet Journal, direkt hinter dem Index. Wenn du es auf der nächsten freien Doppelseite nach dem Index erstellt hast, schreibe als ersten Eintrag in deinem Index "Future Log" und die Seitenzahl auf.

Befülle nun deinen Future Log mit allen wichtigen Ereignissen, Aufgaben und Notizen für das aktuelle Jahr.

Mein Future Log sieht so ungefähr aus:

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In der Gestaltung meines Future Logs für den Monat Januar habe ich mich minimalistisch gehalten

Monthly Log

Der Monthly Log kommt auf die nächste freie Doppelseite nach dem Future Log. Nummeriere die Seiten bis hierhin durch und übernehme Titel (z. B. Januar) und Seitenzahl in deinen Index.

Liste dann im Monthly Log auf der linken Seite der Doppelseite die Tage mit Datum auf. Die rechte Seite der Doppelseite ist für Aufgaben, Notizen oder Ideen für den Monat reserviert.

Übertrage dann deine Aufzeichnungen des entsprechenden Monats aus deinem Future Log in den Monthly Log.

Lege zukünftig jeden neuen Monat nach diesem Prinzip an.

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So sieht der Monthly Log aus

Daily Log

Das Daily Log ist dein Arbeitspferd. Hier vermerkst und ordnest du deine täglichen Aufgaben, Ereignisse, Notizen. Dafür verwendest du die typischen Symbole des Rapid Loggings.

Starte nun einen neuen Tag auf der nächsten freien Doppelseite in deinem Notizbuch und vermerke das Datum und den Tag. Und nun kannst du am Abend davor und/oder im Laufe des Tages deine Aufgaben, Ereignisse und Notizen aufzeichnen. Organisiere diese mit den oben genannten Symbolen.

Übertrage außerdem deine Aufzeichnungen aus dem Monthly Log in deinen entsprechenden Daily Log.

Wenn du fertig bist, fügst du danach oder auf die nächste freie Seite das Datum und den nächsten Tag hinzu und füllst diesen Tag mit deinen Aufzeichnungen.

Der Daily Log ist übrigens die einzige Collection, die nicht in den Index aufgenommen wird. 

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So sammelst du in deinem Daily Log deine Tagesaufgaben und Aufzeichnungen

Kann ich Mitte des Jahres mit meinem Bullet Journal beginnen?

Ja, auf jeden Fall! Da ein Bullet Journal anpassbar ist, kannst du zu jeder Zeit damit beginnen. Ob heute, morgen oder in 3 Monaten – passe einfach den Future Log an den Zeitpunkt deines Starts an.

Welche Werkzeuge brauche ich für mein Bullet Journal?

Das Wichtigste ist natürlich dein Journal. Es gibt vorgefertigte Bullet Journale, in die du nur noch deine Informationen eintragen musst.

Natürlich ist das Geschmackssache, aber ich bin ein Fan von ganz normalen, leeren Notizbüchern, die ich dann in meine eigenen Bullet Journale verwandle.

Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auf Pinterest findest du viele Beispiele für wunderschöne Gestaltungen, richtige kleine Kunstwerke. 

Auch auf Instagram kannst du dir viel Inspiration holen:

Du siehst, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Doch überfordere dich am Anfang nicht. Hier ist es erstmal wichtig, das System überhaupt zu verstehen.

Hat dir mein Beitrag gefallen? Wenn du Fragen zur Bullet-Journal-Methode haben solltest, dann schreibe mir einen Kommentar!

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